Ein Jahr ohne dich

Ein Jahr ohne dich und mir fehlen immer noch die Worte, um das Gefühl zu beschreiben ohne dich zu sein. Du warst alles für mich. Seit genau einem Jahr lerne ich ohne dich zu leben und machen wir uns nichts vor, dass ist ganz schön hart. Ich habe das Gefühl, es war eines der schlimmsten Jahre, die ich seit langem hatte und doch sehe ich die positiven Veränderungen die sich grade dadurch ihren Weg in mein Leben bahnen.

Mir ist einiges seitdem bewusst geworden. Allem voran wie endlich unsere Zeit hier ist. Seit ich erwachsen bin habe ich immer nur in einer Übergangslösung gelebt und das tue ich zugegeben noch. Grade beruflich und wohnlich bin ich noch nicht da wo ich sein will. Doch das erste Mal seit einer Ewigkeit habe ich das Gefühl ich bin auf dem richtigen Weg.

Letztes Jahr habe ich mit dem ersten eigenen Auto den ersten großen Meilenstein erreicht. Dieses Jahr ist das große Ziel wieder eine eigene Wohnung zu beziehen, in der ich einige Jahre wohnen bleiben möchte. Ich möchte es mir richtig schön gemütlich machen und ganz viele Bilder von dir aufhängen, bevor ich endlich das tue was ich immer mit dir zusammentun wollte.

Einer meiner größten Lebensträume ist es ein eigenes Pferd, nein einen eigener Mustang, zu haben. Nicht weil ein Wildpferd so cool ist, sondern weil du Dobby, mir gezeigt hast wie sehr ich mich mit Tieren verbunden fühle die ihr eigenes Leben gelebt haben bevor sie ihren Menschen gefunden haben. Weißt du noch was ich zu dir gesagt habe, wenn wir mit Hit ausreiten waren? Eines Tages, eines Tages machen wir das jeden Tag zusammen, wenn ich mein eigenes Pferd habe und selbst entscheiden kann wie oft du mit in den Stall kommst. Dieses Ziel habe ich aus den Augen verloren und damit das nicht noch einmal passiert, habe ich mich entschieden bis Ende 2030 dieses Ziel zu erreichen.


Dobby, du fehlst hier jeden Tag und niemand wird diesen Platz je einnehmen können. Das möchte ich auch gar nicht. Doch vielleicht findet irgendwann wieder ein Tier seinen Weg in mein Leben, mit dem ich eine ähnlich tiefe Bindung eingehen kann. Bis dahin komme ich jeden Tag, dem Leben das ich mit dir zusammenführen wollte, einen kleinen Schritt näher. Ein Leben das ich nun mit Ace teile und wer weiß, vielleicht kann ich mich irgendwann auf ihn genauso einlassen wie auf dich. Vielleicht sehe ich ihn irgendwann nicht mehr nur als den Hund meiner Schwester, sondern auch als meinen Hund. Ich würde es mir für uns beide wünschen, auch wenn es uns aktuell auch so natürlich sehr gut zusammen geht. Ich bin mir sicher, eine eigene Wohnung nur für uns und ein bisschen mehr Ruhe im beruflichen Kontext werden zukünftig Wunder wirken.


Vor einem Jahr musste ich dich gehen lassen, doch ich möchte heute nicht um dich trauern. Ich möchte mich heute bewusst an die schönen Momente mit dir erinnern und an all die großartigen Dinge die wir gemeinsam erreicht haben. Ohne dich gäbe es so viel nicht, vor allem nicht Jasmin Hansen Fotografie. Mein kleines Topmodel, ich drück dich ganz doll. Mama liebt dich bis zum Mond und wieder zurück.